Willkommen bei Hobbyschneiderin Anne Liebler & Freunde.
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  1. #1

    Nähmaschine putzen, säubern, entstauben... nennt es wie Ihr mögt

    Bevor ich mich an den Loopschal gesetzt habe, mußte dringend mal wieder eine Grundreinigung her...

    Hierfür habe ich mich beim ersten Mal ausführlich mit der Bedienungsanleitung hingesetzt und geschaut wo sich was befindet bzw. wie die einzelnen Teile heißen...
    Inzwischen geht das schneller (naja, sind inzwischen ja auch 20 Jahre vergangen seit der Premiere )

    Entfernt die Greiferabdeckung (das ist das durchsichtige Plastik-Deckelchen) und schraubt die Stichplatte mit dem mitgelieferten Schraubenzieher ab.
    Dann kann man den Spulenhalter herausnehmen (hier befindet sich bei meiner Janome 6600 P eine rote Markierung --> so ausgerichtet muß das Ding später auch wieder rein).
    Achja, damit ich mehr Platz habe, entferne ich den Nähfuß und die Nadel (die gehört übrigens regelmäßig ausgetauscht, inzwischen höre ich am veränderten Ton beim Nähprozeß, dass der Wechsel fällig wird).

    Dann fahre ich schweres Gerät auf:
    ich hole den Staubsauger und nehme den Spezialaufsatz - einen langen Schlauch mit kleinem Düsenaufsatz (gab es kürzlich bei Lidl, dort habe ich meinen auch her).

    Nachdem ich ausgesaugt habe, nehme ich Wattestäbchen und pule VORSICHTIG durch die Öffnung (zu Anschauungszwecken habe ich das Wattestäbchen mit abgelichtet ).
    Außerdem nutze ich gern einen Pinsel (manchmal mitgeliefert, aber es gehen auch die (sauberen!) Malpinsel aus dem Fundus).

    Wenn dann die Fusselchen alle weg sind, nehme ich mein Ölfläschchen (natürlich nur Nähmaschinenöl!) und tropfe einen Minitropfen in die Mitte der Greiferlaufbahn.
    Ein zweites Tröpfchen gebe ich nach dem Entstauben auf die Nadelstange. Diese bewege ich dann mittels Rad rauf und runter und wische den Überschuß mit einem Küchentuch ab.

    Am Ende baue ich die Maschine in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen und freue mich über die glänzende Maschine!
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  2. Folgende Benutzer sagen Danke zu Lavendel für diesen Beitrag:

    Lolly (20.12.2015)

  3. #2
    Jetzt habe ich doch glatt das Bild vergessen
    Reinigung1.jpg
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  4. #3
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    Da ich aus den Kreisen von Mechanikern komme (Bin selber Feinmechanikerin), hab ich es mir dank meiner Ausbildung angewöhnt meine Arbeitsmaterialien, also meine Maschinen, regelmässig zu warten. Heißt: Wenn ich viel nähe, wird jedes Wochenende mal in die Maschine geschaut und Pinsel, Q-Tip und Pressluft geschwungen. Saugen allein bringt nicht alle Fussel raus. Aber es gibt so eine Nette Erfingung namens "Druckluft aus der Dose" Und sparsam und zielgerichtet damit gearbeitet, hält das auch eine Weile.
    Da meine Maschine schon Herstellerseitig anscheinend nicht geölt wurde (Fragt mich nicht warum...Auch mein Nähmaschinenmechaniker hat keine Ahnung, warum die so trocken ist), musste ich schon von Anfang an etwas häufiger zur Öl-Pipette greifen. Grade, wenn ich was größeres zu Sticken habe, muss ich vorher mal an bestimmte Stellen mal ein Mikro-Tropfen Öl setzen. Sonst fängt sie nach etwa 10.000 Stichen das knarzen beim Fadenwechsel und einziehen an. Also wenn sich die Spulenkapsel ein paar Grad nach links und rechts bewegt und die ersten Stiche zum verknoten tätigt.

    Ich arbeite auch bei der Schmierung und dessen Intervallen auch viel nach Gehör. (Wobei ich das dank meiner Ausbildung gelernt hab).
    Achso: Meine ist eine Bernina 830.

    Mein Fazit: Lieber häufiger mal die Maschine säubern und einen Mikrotropfen Öl spendieren (Keine Ölsardinen produzieren... das ist auch wieder schädlich), als das ganze nur alle halbe Jahre zu machen.

    Denkt immer daran: Eure Nähmaschine ist ein Präzisions-Werkzeug. Behandelt euer gutes Stück auch dementsprechend.
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  5. #4
    Hallo
    Ich blase meine Maschinen mit dem Kompressoer meines Mannes aus.Boh! Was da manchmal noch raus kommt. Als Öl nehme ich meistens Balistrol.

    Elsnadel
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  6. #5
    Bei meiner brother innovis 900 steht explizit drin, dass man sie nicht ölen braucht.

    Was meint Ihr Experten dazu?

    Zum Aussaugen: Wir haben einen sehr leistungsstarken Handstaubsauger. Für den habe ich einen "Adapter" aus Strohhalm und Pappe gebaut. Damit komme ich auch gut in die kleinen Ecken und Ritzen der Maschinen.
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  7. #6
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    Wir haben zwar einen Kompressor, aber das habe ich mich bisher nie getraut weil ich denke, damit drücke ich nur alles noch tiefer in die Maschine.... vielleicht muss ich das doch mal machen... hmm....
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  8. #7
    Zitat Zitat von sandra Beitrag anzeigen
    Bei meiner brother innovis 900 steht explizit drin, dass man sie nicht ölen braucht. Was meint Ihr Experten dazu?
    Dragon Sew hat unter meinem Beitrag eine äußerst kompetente Antwort hinterlassen...ich bin Banker, hier lasse ich der Feinmechanikerin gern den Vortritt

    Und ansonsten: fragen Sie den Arzt, Apotheker oder Mechaniker Ihres Vertrauens
    Geändert von Lavendel (27.10.2012 um 19:13 Uhr) Grund: Dragon Sew schreibt unter mir was tolles :)
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  9. #8
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    Wildlife: Da widerspreche ich dir einfach mal. Wenn man das wohldosiert aus pustet ist das eher für die Maschine förderlich als nachteilig. Wichtig ist aber die Reihenfolge: Erst die großen Flocken mit Pinsel oder Pinzette entfernen, danach alles Aussaugen und dann noch mal die Reste aus pusten. Dann ist da nicht mehr viel, was in irgendwelche Ritzen gedrückt werden könnte, denn der Großteil ist dann schon weg.

    sandra: Wenn das so in deiner Maschine drin steht, dann ist das auch so. Sie reinigen solltest du dennoch regelmäßig.

    Edit: Lavendel: Und ich sage: Wo sich Dinge bewegen kommt es auf die Materialpaarung an, ob man schmieren muss oder nicht.

    Es gibt Materialienpaarungen, die sind selbstschmierend. So wie z.B. Messing- oder Bronzeführungen. Gleitlager haben in der Regel auch entweder eine Dauerschmierung mittels Graphit drin, oder die Materialeigenschaften allein reichen dafür aus.
    Selbes gilt für spezielle Kunststoffe die für solche Führungen sehr gut geeignet sind: wie z.B. Teflon. Da ist das falsche Schmiermittel sogar der Tod des Kunststoffes (z.B. durch enthaltene Lösungsmittel im Schmiermittel).

    Ich wäre jedenfalls sehr vorsichtig, eine Maschine zu ölen, wenn sie eigentlich in dieser Beziehung als "Wartungsfrei" gebaut wurde. Und schon garnicht mit Ölen, die gerne mal harzen bei Alterung.
    *meine 2 Cent aus den Reihen der Feinmechaniker*
    Geändert von DragonSew (27.10.2012 um 18:54 Uhr)
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  10. Folgende Benutzer sagen Danke zu DragonSew für diesen Beitrag:

    Maya Sun (28.11.2015)

  11. #9
    @ Dragon Sew: Danke für Deine kompetente Antwort (isch nix Mechaniker, isch bin aine Bänker )
    Ich geh mal meine Antwort anpassen ...
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  12. #10
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    Zitat Zitat von DragonSew Beitrag anzeigen
    Wildlife: Da widerspreche ich dir einfach mal. Wenn man das wohldosiert aus pustet ist das eher für die Maschine förderlich als nachteilig. Wichtig ist aber die Reihenfolge: Erst die großen Flocken mit Pinsel oder Pinzette entfernen, danach alles Aussaugen und dann noch mal die Reste aus pusten. Dann ist da nicht mehr viel, was in irgendwelche Ritzen gedrückt werden könnte, denn der Großteil ist dann schon weg.
    Danke... werde ich dann mal machen.... bin gespannt, was sich da so findet!
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